Planung der Therapie

SVEN CLAUSEN – MKG-PRAXIS – Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

3D Planung
Die Verbindung von 3D-Diagnostik und detaillierter, virtueller Planung eines Eingriffs am Computer kann den chirurgischen Eingriff einer Implantatinsertion weniger invasiv gestalten. Zunächst werden für die Implantatplanung anhand Röntgenschichtaufnahmen dreidimensionale Computerbilder erstellt. Die Röntgendaten werden dann in den Computer eingelesen.

Es entsteht ein dreidimensionales Abbild der Zahn- und Kieferverhältnisse. Ziele sind eine umfassende und sichere Analyse des Implantatlagers und exakte Implantatpositionierung entsprechend der prothetischen Planung. Am Computer können virtuelle Implantate positioniert und ausgerichtet werden. Die optimale Länge und der richtige Implantatdurchmesser lassen sich festlegen. So kann kontrolliert werden, ob das Knochenangebot um das Implantat ausreicht und die Sicherheitsabstände zu Nerven, Zahnwurzeln oder einem Nachbarimplantat eingehalten werden. Darüber hinaus erhalten wir detaillierte Angaben über die Ausdehnung der Kieferhöhlen.

Die Gefahr, dass Zahnwurzeln, Nachbarzähne, die Kieferhöhle oder Nerven bei der Implantation beschädigt werden, kann mit dieser Behandlungsmethode praktisch ausgeschlossen werden, da sich Implantatplanung exakt an der Anatomie orientiert und die Umsetzung über spezielle Übertragungsschablonen millimetergenau möglich ist.

Knochenaufbau
Wenn Sie eine Versorgung mit Zahnimplantaten wünschen und der für eine Verankerung der Implantate erforderliche Kieferknochen durch Parodontitis oder ein langjähriges Fehlen von Zähnen nicht ausreichend vorhanden ist, kann ein Aufbau des Kieferkamms erforderlich werden. Der Kieferkamm kann in verschiedenen Regionen (Frontzahngebiet, Seitenzahngebiet, Oberkiefer oder Unterkiefer) und in unterschiedlichen Dimensionen (Breite, Höhe) zurückgegangen sein. Je nach Befund richtet sich Menge und Art des hierfür benötigten Knochens für den Knochenaufbau.

Es kann eigener Knochen oder auch Fremdmaterial verwendet werden. Körpereigener Knochen wird zum Beispiel an einer anderen Stelle der Mundhöhle oder am Beckenkamm entnommen, aufbereitet und schließlich an der Stelle angelagert, wo er benötigt wird. Zudem steht eine große Anzahl von Knochenersatzmaterialien und Membranen zur Verfügung. Viele dieser Materialien sind wissenschaftlich noch nicht langzeiterprobt. Darum verwenden wir nur qualitativ hochwertige, wissenschaftlich getestete Materialien, die für die Verwendung im Kieferbereich speziell zugelassen sind. In seltenen ausgesuchten Fällen kann die Distraktionsosteogenese sinnvoll sein. Bei diesem Verfahren wird eigener Knochen durch Einsetzen einer Spindel vermehrt.

Durch eine genaue Untersuchung Ihrer individuellen Situation kann die erforderliche Art des Knochenaufbaus und der Umfang genau geplant werden. Hierbei spielt die dreidimensionale Röntgendarstellung (DVT) eine entscheidende Rolle. Nur durch eine exakte Analyse der Kieferverhältnisse kann eine sinnvolle Planung des Knochenaufbaus erfolgen.

zurück